Gaming Tastatur Test 2017: Die Testsieger

Gaming Tastatur Test

Neben der Maus ist die Tastatur das wichtigste Eingabegerät eines Gamers.

Schaut man sich die Preise von Gaming Tastaturen an, kann es einem die Sprache verschlagen. Preise von mehr als 100 Euro sind die Regel. Doch warum das so ist und worin die Unterschiede zu gewöhnlichen Tastaturen liegen, die man ansonsten so kennt, zeige ich Dir nun auf.

Welche Computer Tastaturen mehr und welche weniger zu empfehlen sind, darüber gebe ich Auskunft in meinem Gaming Tastatur Test 2017.

Gaming Tastatur Test

In meiner knapp zwanzigjährigen PC-Gamer-Laufbahn hatte ich schon die eine oder andere Gaming Tastatur im Einsatz. Welche Tastatur mehr und welche weniger geeignet, zeige ich Dir in meinem Gaming Tastatur Test auf.

Tastenübersicht: Tastenblöcke und Tasten

Unterteilt werden kann eine Tastatur zu gewöhnlich in drei Blöcke. Da wäre der Hauptblock, samt den obigen Funktionstasten F1 bis 12, der Steuerungsblock mit den Pfeiltasten und ganz rechts der Nummernblock. Wobei nicht alle Tastaturen über einen Nummernblock verfügen.

Spezielle Tasten

Gaming Tastaturen verfügen jedoch über weit mehr Tasten als gewöhnliche Tastaturen dies haben und hierzu gehören:

Multimedia-Tasten – Spezielle Bedienelemente, unter anderem zur Wiedergabe, Vor- und Zurückspulen, Pausieren, Stummschalten, öffnen des Browsers oder des E-Mail Clients.

Makrotasten – Beliebige Tastenfolgen, -Kombinationen oder Befehle lassen sich mittels zugehörigen Treibers selbst „programmieren“ und auf eine Makrotaste legen. Bei Betätigen der Makrotaste wird der Befehl bzw. die komplette Tastenfolge/ -Kombination ausgeführt.

Profiltasten – Ein On-board Speicher in der Tastatur speichert die getätigten Einstellungen. So kann die Tastatur überall mit hin genommen werden, ohne das die personifizierten Einstellungen wieder von neuem einzugeben sind. Außerdem besteht die Möglichkeit, mehrere Profile anzulegen.

Tastaturbeleuchtung

Viele Gaming Tastaturen verfügen über eine Hintergrundbeleuchtung in einer oder verschiedenen Farben.

Doch nicht nur die Farbe kann bei den meisten Modellen geändert werden, sondern auch die Helligkeitsstufe. Hierzu sind einige Tastaturen mit einem Regler ausgestattet – meist in einer Ecke rechts oben.

Bei einigen Modellen ist es sogar möglich, einzustellen, dass nur bestimmte Tasten beleuchtet werden. Zum Beispiel nur die Tasten, die man während eines Shooter-Games braucht, wie WSAD, die Leertaste und die Shifttaste, etc.

Anschlüsse: Wireless, USB, Klinkenbuchse…

Lange sind die Zeiten vorbei, an der der einzige Anschluss der USB-Ausgang war, an dem die Tastatur an dem Computer/ Laptop angeschlossen wurde.

Nicht nur das Gaming Tastaturen ganz ohne Kabel (Wireless Tastatur) auskommen können, auch stellen einige Modelle selbst Anschlüsse bereit. Hierzu kann gehören:

  • 3,5 mm-Klinkenbuchse fürs Headset
  • USB-Anschlüsse zum Anschließen von USB-Sticks oder sogar der Gaming Maus
  • Smart Dock zur Verbindung mit Smartphone/ Tablet, z.B. Arx Control beim Logitech G910

Mechanische- vs. Rubberdome Tastatur

Unterschieden werden können zwei Typen von Tastaturen. Die mechanische, von der nicht mechanischen Tastatur. Um es gleich vorweg zu nehmen, mechanische Tastaturen eignen sich für Gamer mehr.

Rubberdome Tastaturen

Nicht mechanische Tastaturen, auch Rubberdome Tastaturen, sind zwar weit verbreitet, für Gamer jedoch nur suboptimal geeignet.

Die große Verbreitung erklärt sich aufgrund der sehr preiswerten Herstellung und dem hierdurch günstigen Verkaufspreis von wenigen Euros. Im Gegensatz muss man für mechanische Tastaturen bis zu 250 Euro hinblättern.

Bei Rubberdome Tastaturen erstreckt sich unter den sichtbaren Tasten komplett hinweg eine dünne Silikon- oder Gummimatte. Beim Drücken werden die Tasten hinunter gedrückt und kommen so in Kontakt mit der darunterliegenden Platine und führen so den Tastenbefehl aus. Genauer gesagt wird der Stromkreis unter der entsprechenden Taste geschlossen. Somit weis das Steuerungsmodul, welche Taste gedrückt wurde. Lässt man die Taste anschließend wieder los, springt die Taste wieder auf ihre ursprüngliche Position zurück.

Vorteile

  • Günstiger – Rubberdome Tastaturen sind deutlich preiswerter als mechanische Tastaturen.
  • Geräuscharm – Durch die Konstruktion sind nicht mechanische Tastaturen viel leiser während dem Betrieb.

Nachteile

  • Geringe Lebensdauer – Die Lebensdauer beläuft sich in der Regel auf bis zu fünf Millionen Anschläge.
  • Weniger Präzise – Versehentliche Tastaturtipper sind an der Tagesordnung.
  • Kein Feedback – Rubberdome Tasten geben dem Gamer kein wirkliches Feedback in Form eines Widerstandes oder Klickgeräuschs.

Mechanische Tastaturen

Mechanische Tastaturen sind vom Aufbau her deutlich komplexer. Und das macht sich zweifelsohne im Preis bemerkbar.

Bei einer mechanischen Tastatur steckt unter jeder Taste ein kleines Kunststoffgerüst, in der wiederum ein Schalter und ein Federmechanismus sitzen. Die Feder sorgt dafür, dass sich die Taste nach dem loslassen wieder in die ursprüngliche Position zurückkehrt.

Vorteile

  • Verschleißen nicht so schnell – Je nachdem, welche Schalter verbaut sind, beträgt die Haltbarkeit bis zu 50 Millionen Tastaturanschläge. Im Gegensatz hierzu halten Rubberdome Tastaturen in der Regel nur bis zu 5 Millionen Anschläge aus.
  • Feeling – Mechanische Tastaturen fühlen sich viel besser im Gebrauch an und haben einen präziseren Druckpunkt. Doch nicht nur der Tastenanschlag fühlt sich angenehmer an und geht schneller von der Hand. Außerdem nimmt die Anzahl an Tippfehlern ab. Das komplette Spielerlebnis wird verbessert.

Nachteile

  • Preis – Mechanische Tastaturen haben ihren Preis. Preise von bis zu 250 Euro sind keine Seltenheit.

Schalterarten

Es gibt viele Arten von Schaltern (auch: Switches), die allesamt eine etwas andere Mechanik im inneren aufweisen. An dieser Stelle kann jedoch keine Empfehlung für eine Schalterart gegeben werden. Welche den eigenen Bedürfnisse am nahesten kommt, muss man selbst herausfinden.

Grob unterteilt werden können die Switches in drei Arten:

  • Lineare Switches: Der Widerstand erfährt keine Veränderung. Vom Moment an des Drückens bis hin zum vollständigen durchdrücken, gibt es keine Veränderungen hinsichtlich des Widerstands. Es ertönt kein akustischer Ton und auch findet keine taktile Wahrnehmung statt. Beispiel: Cherry MX Red
  • Taktile Switches: Ab einem bestimmten Punkt erfährt man einen Widerstand (taktiles Feedback), so weis der Gamer, dass die Taste kurz vor der Bestätigung ist. Beispiel: Cherry MX Brown
  • Clicky Switches: Zusätzlich zum Widerstand erfährt man bei den Clicky Switches zusätzlich noch ein akustisches Feedback, in Form eines Klickgeräuschs, beim Erreichen des Umschaltpunkts. Beispiel: Cherry MX Blue

Begriffe, die man beim Kauf einer Gaming Maus kennen sollte!

Hersteller benutzen zum Teil sonderbare Begriffe, um ihre Gaming Tastaturen anzupreisen.

#1 Key-Rollover

Key Rollover (KRO) (auch: N-Key Rollover [NKRO]) beschreibt die Fähigkeit der Tastatur mehrere Tastenanschläge gleichzeitig umzusetzen.

Beispiel: 8-key-Rollover bedeutet, dass man acht Tasten gleichzeitig drücken kann und das alle acht Tasten erkannt und ausgeführt werden. Drückt man nun zusätzlich mehr als acht Tasten, werden diese weiteren Tasten nicht erkannt oder bereits gedrückte Tasten gelten als losgelassen.

Die neusten mechanischen Tastaturen verpassen keine Eingabe mehr, sodass man nicht befürchten muss, dass Tastenschläge unterschlagen werden.

#2 Key-Ghosting

Key-Ghosting beschreibt die Erscheinung, dass ein Tastendruck erkannt wurde, wo eigentlich keiner ausgeführt wurde. Also als ob ein Geist eine Taste gedrückt hat, daher auch der Name Key-Ghosting.

Drückt man mehrere nah beieinander stehende Tasten kann es passieren, dass eine benachbarte Taste von der Tastatur auch als gedrückt wahrgenommen wird.

Doch keine Sorge. Key-Ghosting betrifft, besser gesagt betraf zum einen vornehmlich fast nur Rubberdome- und weniger Mechanische Tastaturen. Und zweitens tritt der Effekt bei neueren Modellen so gut wie gar nicht mehr auf.